Reiseapotheke / Impfung

 

Auch wenn wir keine sehr exotischen Ziele oder Länder bereisen, gibt es doch einiges, was in Bezug auf die Gesundheit beachtet werden sollte.

 

Nachdem Ihr die Route geplant habt und eure Ziele feststehen, solltet Ihr einen Arzt oder noch besser das Gesundheitsamt für eine Beratung anrufen. Wir haben zuerst das Gespräch beim Kinderarzt und unserer Hausärztin gesucht, allerdings schnell festgestellt, dass der Bereich bei den Ärzten nur einer von vielen ist und eine gewisse Unsicherheit vorhanden war. Da in Bremen einige Reiseimpfungen zum aktuellen Zeitpunkt nur vom Gesundheitsamt verabreicht werden dürfen, haben wir vorher das ausführliche Beratungsgespräch in Anspruch genommen und wurden nicht enttäuscht.

Nach gut 30 Min waren unsererseits alle wichtigen Fragen geklärt und wir haben uns für einige Impfungen entschieden. Vorweg sei erwähnt, dass wir kein Risiko eingehen wollten und uns auch gegen gewisse Krankheiten haben impfen lassen, obwohl keine Pflicht im jeweiligen Land besteht.

 

 

Grundausstattung Reiseapotheke

 

Erste Hilfe Set

Ein kleines Erste Hilfe Set solltest in keiner Tasche fehlen, um zumindest kleiner Verletzungen sofort versorgen zu können

 

Schmerzen/Fieber

Das wohl am häufigsten benötige Medikament wird wohl etwas gegen Fieber oder auch Schmerzen sein.

Zum Beispiel: Paracetamol, Ibuprofen

 

Durchfall/Magenbeschwerden/Übelkeit

Nahezu jeder Urlauber wird schon die eine oder andere Stunde im Hotelbett oder auf der Toilette verbracht haben, weil das Essen nicht in Ordnung war.

Auch wenn in einigen Ländern die Medikamente vor Ort wesentlich schneller wirken, solltet Ihr immer etwas gegen Durchfall und Magenbeschwerden dabei haben. Auch ein Medikament gegen Übelkeit kann nicht schaden.

Zum Beispiel: Tannacomp (ein super Tip unserer Besten Apothekerin Kerstin), MCP und Vomex (gern auch als Zäpfchen da bei Übelkeit nicht immer eine Tablette geht), Buscopan

 

Verletzungen/Trockene & rissige Haut

Immer mit dabei: Bepanthen Wund- und Heilsalbe. Hilft bei trockenen Lippen, bei Schürfwunden, trockenen Stellen, rissiger Haut etc. Außerdem solltest du eine Jod-Salbe einpacken, die bei offenen Verletzungen zum Einsatz kommt, z.B. Betaisodona Salbe, sowie ein Desinfektionsmittel.

 

Nasentropfen

Gerade Familien, die mit kleinen Kindern fliegen, kennen das Problem der Start- und Landephase und dem dazugehörigen Druckausgleich. Abhilfe verschaffen hier z.B. Nasenspray oder auch kleine Leckereien, damit das Kind häufig schluckt und dementsprechend ein Druckausgleich stattfindet. Vielleicht nehmt ihr euch noch ein paar Lutschtabletten mit, Salbei Bonbons zum Beispiel, da es durch die Klimaanlage auch mal zu Halsschmerzen kommen kann.

 

Sonnencreme/Sonnenbrand

Die Sonnencreme nimmt ein nicht geringer Teil in unserem Reisegepäck ein. Um hier kein Risiko einzugehen oder vor Ort 10-12 € die Tube zu bezahlen, haben wir einen ausreichenden Vorrat eingepackt.

Empfehlen würden wir auf jeden Fall einen hohen Lichtschutzfaktor( für Kinder + 50 ), für uns werden wir hauptsächlich LSF 20 dabeihaben. Zusätzlich haben wir bereits einige Tage vor dem Start etwas mehr Zink zu

uns genommen und ebenfalls eine Zinksalbe dabei (gerade für Wassersportler hilfreich)

 

Mückenschutz

Nichts ist nerviger, als morgens zerstochen aufzuwachen oder sich ständig jucken zu müssen. Völlig verhindern kann man dies natürlich nicht, jedoch vorbeugende Maßnahmen treffen. Neben Kleidung, die nicht so eng am Körper liegen sollte, haben wir auch noch Mückennetze sowie Mückenspray dabei.

 

 

 

Medikamente für Kinder

 

Mit den ganzen Medikamenten für Pauline haben wir uns auf unsere Erfahrung der letzten beiden Jahre verlassen und alle Medikamente in 2-3 facher Ausfertigung mitgenommen, die wir bei diversen Krankheiten, Schmerzen o.ä. bereits genommen haben. Fragt euren Kinderarzt vorab was er euch aufschreiben kann, den Rest müsst ihr zusätzlich kaufen.

 

- Prospan (Hustensaft)

- Combudoron ( Gel für Verbrennungen, Mückenstiche und Sonnenbrand) auch ein super Tip unserer Apothekerin Kerstin

- Babix (für die Atemwege, wird auf die Kleidung aufgetragen)

- Osanit (homöopathischen Arzneimittel gegen Zahnungsbeschwerden)  

- Antifungol (Salbe für gegen diverse Pilzerkrankungen)

- Babynos (Salbe für Verdauungsproblemen)

- Viburcol (homöopathischen Zäpchen gegen unruhige Kinder z.B. beim Zahnen)

- Olynth (Nasentropfen bei Schnupfen)

- Nurofen (Saft bei Fieber und Schmerzen)

- Carum Carvi (Zäpfchen bei Bauchkrämpfen mit verbundenen Schlafstörungen)

- Oralpädon (Elektrolyt-Glucose-Mischung bei Durchfallerkrankung)

- Emeukal Lollies  gegen Halsschmerzen

- Traubenzucker

 

Als Ausgleich des Elektrolythaushaltes könnt ihr euch ein wenig Zucker, Salz und ein Päckchen Natron einstecken.

Auf 1 Liter Wasser mischt ihr 8 Teel. Zucker oder Honig, 1 Teel. Salz und einen dreiviertel Teel. Natron zusätzlich Bananen essen oder Orangen. Für Kinder jedoch eher das Oralpädon einstecken.

 

Dazu natürlich noch ein berührungsloses Fiebertermometer und einen Nasensauger. Zum Schluss sei noch die kleine Karte erwähnt, die bei unserer Reiseapotheke Pflicht ist und ursprünglich mal für meinen Mann und Schwiegermutter gedacht war :-)

Da steht kurz und knapp drauf, was in welcher Dosierung verabreicht werden kann.

Für den Flug haben wir ein bis zwei Zäpfchen dabei sowie Calmedorom, dies sind homöopathische Streukügelchen zur Beruhigung.

 

 

Impfungen

 

Wie bereits weiter oben erwähnt, möchten wir kein Risiko eingehen und haben deshalb alle empfohlenen Impfungen, die für die von uns bereisten Länder empfehlenswert sind, gemacht.

Auch wenn es in den bereisten Gegenden eine ärztliche Versorgung sichergestellt ist, kommt es z.B. bei Tollwut auf jede Minute an. Wenn dann schon ein Teil der Behandlung vorweggenommen werden kann, dann ist eine Impfung unsere Meinung mehr als sinnvoll.

 

 

Anbei eine Übersicht unserer aktuellen Impfungen:

 

- Diphterie

- Tetanus

- Masern

- Mumps

- Röteln

- Windpocken

- Hepatitis A und B

- Kinderlähmung

- Gelbfieber

- Tollwut

- Pertussis

- Pneumokokken

- Meningokokken

 

Eine medikamentöse Chemoprophylaxe für Malaria werden wir nicht vornehmen, hier haben wir uns für die Standby-Therapie entschieden. 

 


geschrieben von:

 

Sandra Kroll

Weltreisende / Sandburgenbauerin / Bloggerin auf beachlifestyle.de

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