EinBlick hinter die Coulisse

 

Nun ist es schon soweit und unser erstes halbes Jahr ist rum und wir stehen kurz davor unsere Familien mal wieder in die Arme schließen zu können.

 

Wie geht es uns damit?


Ich freue mich riesig. Es ist unglaublich was für eine große Rolle die Familie in meinem Herzen spielt. Ich habe das große Glück rund um die Uhr mit meiner eigenen kleinen Familie grenzenlos Zeit zu verbringen, unsere Tochter beim größer werden beobachten zu können, ihr Hilfe im Alltag zu geben wann immer sie sie braucht, mir Zeit mit ihr zu nehmen ohne dabei auf die Uhr schauen zu müssen und Papa zu gucken zu können wie er mit Pauline spielt. Wir müssen uns nicht aufteilen....wir genießen gemeinsam. Eine wunderschöne Zeit die ich niemals hergeben würde. Trotzdem gibt es da noch Menschen die mir fehlen, mit den ich groß geworden bin und die mich besser kennen als jeder andere. Ich möchte sie in die Arme nehmen, nicht nur wenn es ihnen schlecht geht. Dieses Gefühl gehalten zu werden und halten können vermisse ich. Ich vermisse lange Gespräche gemeinsam auf dem Sofa oder bei einem Spaziergang an der frischer Luft (damit meine ich wirklich frische Luft :-) ).

Ich vermisse den Duft vom frisch gemähten Rasen und Regen.

 

Ich kann nun endlich sagen, es ist soweit... Wir kommen und bei diesen Worten kommen mir Tränen, Tränen voller Freude!!

Ich könnte im wahrsten Sinne des Wortes ausflippen!!! Es fühlt sich so herrlich an. Ein Gefühl was mir nur diese Reise schenken kann, sonst hätte ich es wohl nicht erlebt. Einfach schön.

 

Eine Freundin fragte mich eines Tages ob ich mir die Weltreise so vorgestellt habe. Ich freute mich riesig über diese Frage, da ich mich das nie zuvor gefragt habe. Ich musste nicht lange überlegen (die Antwort kommt etwas später im Text) .

Basti hatte direkt die Idee eine Art Umfrage daraus zu machen. Auch wir sind neugierig, was ihr wissen wollt. Und so fragten wir ein wenig in der Familie und bei Freunden und Arbeitskollegen nach, was sie interessieren würde und welche Frage sie gerne mal an uns loswerden wollen. Diese Fragen und unsere Antworten wollen wir nun mit euch teilen.

Die Fragen beantworte ich in kursiv Schrift und Basti in dicker kursiv Schrift.

Viel Spaß beim lesen....


Angefangen bei der Frage von Sabrina ob ich mir so die Weltreise vorgestellt habe?


Um ehrlich zu sein habe ich sie mir gar nicht vorgestellt. Ich wusste nur es erwartet uns etwas aufregendes, eine Lebenserfahrung und ein Traum der in Erfüllung geht. Und ja das ist es. Ich liebe es die unterschiedlichen Länder kennen zu lernen, die Menschen, die Kulturen, die Sitten. Alles was dazu gehört und genau so wie es ist, und nicht wie es für den Tourismus gemacht wird. Es ist schön eine lange Zeit woanders zu verbringen. Man lernt Menschen kennen und sie nehmen dich auf, man lernt die Gewohnheiten und ein wenig die Sprache....wenn auch nicht viel ;-)
Ich möchte noch viel mehr sehen von der großen weiten Welt. Ich möchte Lieblingsplätze finden und Erinnerungen schaffen für uns. Es ist fantastisch sich so etwas zu erfüllen. Träume sind nicht nur zum träumen da.... wer sie lebt, erlebt sie noch intensiver!!

 

Kurz und knapp: Ja.

 

Was hat euch die Weltreise gebracht und würdet ihr das in dieser Form noch einmal machen?

(eine Frage von Basti`s liebevolle Oma und Opa)

 

Ich würde es genau so nochmal machen, und sogar schon früher!!

Sobald es einem möglich ist und man Lust hat zu reisen, sollte man sich auf den Weg machen und umschauen was die Welt zu bieten hat. Gebracht hat es uns jede menge Freude, Erinnerungen die wir nie vergessen werden, Erfahrungen und wunderschöne Momente mit der Familie. Ich konnte für mich heraus finden was das wichtigste in meinem Leben ist, wo mein Platz ist und was ich alles noch erleben möchte.

 

Ein gesamtes Fazit lässt sich sicherlich erst nach einer gewissen Zeit ziehen. Vielleicht auch erst dann, wenn einige Jahre vergangen sind und man schaut, was der Trip tatsächlich geändert hat. Jetzt lässt sich allerdings schon sagen, dass ich die Entscheidung immer wieder treffen würde, wie wir sie im Herbst getroffen haben.

 

Glaubt ihr das ihr nach diesem Jahr hier in Deutschland wieder so leben könnt wie vorher? Oder hat sich diesbezüglich die komplette Einstellung verändert? Sind Eure momentanen Vorstellungen vom Leben, von Werte und Normen die, die ihr auch vorher hattet oder hat es in dieser Richtung doch etwas mit euch gemacht. (diese Frage kommt von Antje, meiner ehemaligen, großartigen Stations-Öse)

 

Die Frage ist, wollen wir wieder so leben wie vorher in Deutschland? Meine Antwort dazu : Nein. Meine Einstellung hat sich sehr verändert. Ich glaube im Großen und Ganzen sind wir genau die die wir waren, aber es gibt Dinge, die einen wichtigeren Stellenwert erhalten haben als zuvor. Und genau so Dinge die unwichtiger werden.

 

Wir haben beide die Weltreise mit einem Buch gestartet, was zum nachdenken anregt. In diesem Buch stehen viele Dinge, die es zu lassen das Leben einfacher zu sehen, dass es sich nicht lohnt über vieles lang zu ärgern etc. Es gibt so viel Unnötiges und doch verschwendet man so oft so viel Energie darauf das man die schönen Dinge übersieht.

Ich habe viele Dinge überdacht, die wir vorher genau richtig gemacht haben. Eine kleine Wohnung ohne viel Schnick Schnack.... und genau so möchte ich wieder leben, nur mit weniger Klamotten und eben nur so ziemlich das, was wir wirklich benötigen.

Der Rest verstaubt nur und kann von anderen Menschen genutzt werden, als bei uns herum zu liegen. Ich möchte mehr abgeben von dem was wir haben, denn wir haben mehr als genug und es ist fantastisch die Freude von anderen zu erleben. Meine Arbeit ist genau das, was mich erfüllt, aber wir wollen beide nur so viel Arbeiten, wie es notwendig ist. Wir benutzen kein TV mehr und ich könnte es mir weiterhin auch ohne vorstellen. Wir gucken uns hin und wieder mal einen Film an und genießen das auch, oder eine Quatschsendung zum ablachen, aber mehr brauchen wir es nicht.

Meine Einstellung zu meiner Familie hat sich gefestigt, sie war mir immer wichtig, aber nun ist sie es mehr denn je, genau wie gute Freunde. Ich freue mich auf Gespräche mit ihnen, auf gemeinsames Lachen und ausgehen. Krankheiten in der Familie oder Veränderungen während dieser Zeit zeigen einem noch deutlicher, wie sehr man die Familie und Freunde braucht. Dies ist über die Ferne eine unerträgliche Situation. Trotzdem reisen wir weiter, denn auch wir haben nur dieses eine Leben und müssen schauen, was wir damit anstellen wollen. Und wir wollen definitiv noch mehr sehen von der schönen, verrückten und lebendigen Welt.

Auch Pauline bekommt schöne Werte und Normen von der ganzen Welt gezeigt. Teilen und schenken bereitet ihr kein Problem, wir geben gern ab und freuen uns, wenn sich andere mit uns freuen. Genau so, dass Essen und Trinken nicht selbstverständlich ist und es Kinder gibt, die eben nichts oder nur sehr wenig haben. Sie bekommt Freude aus aller Welt gezeigt, egal was man hat oder nicht, ein Lachen kommt von Herzen.

Verändert hat sich auch meine Einstellung zur Erziehung, der Papa hat eine enorme Wichtigkeit. Bei uns übernimmt er den verrückten Teil, Pauline wird mutiger und witziger durch ihn. Eine Gabe, die ich ihr hätte allein nicht vermitteln können.

Ich denke so ein Jahr kann etwas verändern, wenn man es möchte.

 

Definitiv nicht...Die Weltreise hat und wird sicherlich einiges verändern.
Gerade die letzten Wochen hat man gemerkt, wie schnell die Zeit eigentlich vorbeigeht und man fragt sich schon öfter, ob einen das normale Leben nach einer Rückkehr schnell wieder eingeholt hat oder man aber nach ein paar Tagen am liebsten wieder die Koffer packen würde. Wie man auch in Zukunft leben möchte, sei es mit dem Wohnort, die Arbeit an sich und auch was den Urlaub betrifft.

Wir wollen definitiv noch mehr unser Leben leben, Träume erfüllen und tun, was uns Spaß macht. Und dies kann man auch nur jeden als Tip geben! Nahezu jeder bewegt sich doch jeden Tag in seinem Hamsterrad und ist mit gewissen Dingen unzufrieden. Die Frage, die sich mir dann immer wieder stellt : Wieso ändert ihr die Situation dann nicht?

 

Anbei der Link zum Buch

 

Welche Vor-und Nachteile hat eine Weltreise mit Kind?

(eine Frage von meinem Lieblingsschwager Stephan)

 

Kinder bringen Spaß und Freude, Kinder erleben anders als Erwachsene und sie lehren uns oft noch viel.

Ich denke nicht, das es notwendig ist ein Kind bei einer Weltreise dabei zu haben, aber es ermöglicht uns sicher viele Dinge mit anderen Augen zu sehen. Kinder sehen auf einer anderen Höhe und somit Dinge die wir gar nicht sehen würden. Kinder sehen Kleinigkeiten, welche wir oft verlernt haben. Sie toben, buddeln sich im Sand ein und ja wir machen mit.... Hätten wir das ohne Kind gemacht?

Sie bringen Lebensfreude, Kontakte zu anderen Eltern aus anderen Kulturen, worüber man andere Bildungswege kennen lernt und sie entdecken. Wir hüpfen gemeinsam den Wellen im Meer entgegen, wir beobachten Gekko`s und wir gehen wieder in Tierparks, auch das haben wir ohne Pauline nicht gemacht. Sie hinterfragen was wir meinen längst schon zu wissen...kann man das essen, wie heißt der Mann, warum sind alle barfuß??

Nachteile sind für mich die zeitliche Einschränkung, am Abend kann man nicht ewig ausgehen. Zudem verweilen wir länger an einem Standort, dass wäre ohne Kind für uns in kürzeren Abschnitten möglich gewesen. Des weiteren denke ich beschränkt es die Flugzeit für uns und wir würden keine komplizierten Strecken wählen mit mehreren Stopps. Mit Kind ist man, um es nicht zu vergessen, im Ausland Vollzeitmama und Vollzeitpapa. Es gibt keine Oma, die um die Ecke wohnt, das raubt auch schon mal Nerven. Und natürlich sind mit Kind andere Kosten verbunden, ab zwei Jahren zahlt man für das Kind mit, wenn auch nicht den vollen Preis.

 

Ich würde gar nicht unbedingt von Vor- oder Nachteilen sprechen, sondern eher von einer anderen Art der Weltreise.

Sicherlich gibt es auch Eltern, die Ihre Pläne so realisieren, als wenn kein Kind dabei wäre, wir haben uns allerdings klar dagegen entschieden. Schließlich realisieren wir unseren Traum und verlangen dafür von Pauline auch sicherlich einiges ab.

Sei es die gewohnte Umgebung, die sich alle paar Wochen ändert, die teilweise langen Anreisezeiten, die Temperaturen oder auch die ständig wechselnden sozialen Kontakte.  Und zu guter Letzt sorgt sie auch das ein oder andere mal dafür, dass man vorgelassen wird, ein Upgrade bekommt oder aber andere Vorteile erhält, die es ohne Kind sicherlich nicht gegeben hätte.

Der Vorteil, dass wir beide jederzeit Pauline um uns herum haben, ist natürlich auch ein Nachteil. Zuhause hat man eine super Familie, die Pauline früher mindestens 1-2 Tage hatte. Dies haben wir hier leider nicht, weshalb eine gemeinsame Auszeit nicht vorhanden ist. Auch würde man sicherlich andere Unternehmungen oder auch Ziele aussuchen, wenn man kein Kleinkind dabei hätte.

 

Was bedeutet eine Weltreise für die Partnerschaft?

Was macht ihr den ganzen Tag?

(Fragen von Bastis neugieriger Schwester ;-) )

 

Ich denke unsere Partnerschaft festigt sich, wir verstehen uns, wir lieben uns und wir streiten uns zu Hause wie auch hier!!

Eine Reise stellt immer eine gute Probe da, ob eine Beziehung funktioniert, wie Bastis Papa immer sagt. Man ist rund um die Uhr zusammen und wer sich dabei noch wohl fühlt und lachen kann ,der weiß das es richtig ist.

Dadurch, dass wir finanziell gut abgedeckt sind und auch sonst zwecks Arbeit etc. keine Sorgen und keinen Stress haben, sondern tun und lassen können worauf wir Lust haben, es uns gut gehen lassen und die Zeit genießen können, ist es wie vorher.

Der Anfang war gewöhnungsbedürftig, da wir uns täglich viel mehr sehen und ich auch gern mal nur für mich bin. Aber mittlerweile haben wir uns gut eingespielt. Jeder hat am Tag 1-2 Stunden Zeit für sich und seinen Sport und bekommt einen freien Kopf.

Der schwierigere Part ist der der Kindererziehung, die wir jetzt gemeinsam meistern. Für beide Seiten nicht ganz leicht. Ich musste lernen, das Basti mit erzieht und auch er gute Ideen hat und er musste lernen Lieder zu singen, Konsequent zu sein und Spaß zu haben ...auch nach 6 Stunden spielen noch ;-)

Ich finde es klappt mittlerweile gut, auch wenn Basti sicher sagt ich bestimme zu viel. Aber Hey ich bin doch auch die Mami!!

 

Ein ganz normaler Tag bei uns Weltenbummlern ist total entspannt und nicht sonderlich aufregend. Wir stehen auf, wenn Pauline uns weckt, Basti arbeitet meist schon etwas früher am Laptop. Danach wird im Bett gekuschelt und jeden Morgen gemeinsam gefrühstückt. Pauline braucht meistens am längsten ;-) Danach entschiedet meist Pauline, worauf sie Lust hat: Pool, Strand, Spielclub, Spielplatz oder reiten. Mittags treffen wir uns im Zimmer, Pauline macht ihren Mittagschlaf und Basti geht meistens kiten. Ich gehe am Nachmittag zum Sport. Es gibt genug Zeit für Spiel und Spaß. Am Abend gehen wir essen und danach ist wieder gemeinsames Kuscheln im Bett angesagt. Wenn Pauline schläft haben wir Zeit zum plaudern, spielen oder einfach nur um Zweisamkeit zu genießen!! Einmal die Woche gibt es immer einen Ausflug um ein wenig mehr vom Land zu sehen, dazwischen wird natürlich noch geshoppt und  Märkte besucht.

 

Kurz und knapp würde ich sagen, dass diese definitiv auf ihre Festigkeit geprüft wird. Auch hier ist es sicherlich davon abhängig, ob man ohne Kind unterwegs ist. Aber gerade die ersten Wochen sind doch etwas anstrengender. Während man in Deutschland seiner Arbeit nachgegangen ist und auch öfter rauskam, um mal etwas Luft zu schnappen, ist man auf einer Reise doch nahezu immer in einem Raum. Die Möglichkeit, etwas Zeit für sich zu nehmen, sei es mit Sport, einen freien Tag oder auch nur mal mit ein paar Stunden für sich und einer schönen Massage, solle man auf jeden fall nutzen.

Was wir den ganzen Tag machen...Ich glaube, jetzt werden viele enttäuscht sein ;-) Wir genießen. Größtenteils verbringen wir den Tag draußen, sei es am Pool oder Strand. Dazu gehören natürlich auch Spielplatzbesuche etc. Ansonsten probieren wir,

ca. 1 x die Woche, einen Ausflug zu machen, um unter anderem die wunderschönen Aufgaben unseres Spiels zu erfüllen.

 

Was für Eindrücke habt ihr bislang mitgenommen und kann man einfach so auswandern oder gibt es doch etwas wichtigeres als die ferne Welt? (eine Frage von meiner lieben Mama)

 

Familie und Freunde sind tatsächlich mit das Wichtigste und bilden einen festen Bestandteil in meinem Leben. Dieser Halt und diese Liebe lässt sich durch nichts ersetzen, aber ich würde jeder Zeit diese Art des Reisens wiederholen. Wir lernen nette Menschen aus der ganzen Welt kennen, erleben verschiedene Kulturen und sehen wunderschöne Plätze ,die diese Welt zu bieten hat. Diese Erinnerung nimmt uns keiner mehr. Selbst wenn wir in Deutschland sind, heißt das nicht immer, das man um die Ecke wohnt. Wichtig ist dabei doch, dass man den anderen nicht vergisst, an ihn denkt und für ihn da ist, egal mit welcher Entfernung. Wir versuchen so gut es geht viel Kontakt mit unseren Lieben zu haben und ihr seit auf jeder Reise mit dabei, im Herzen tragen wir euch bei uns. Das Reisen geht also erstmal weiter...aber wir kommen zurück,so viel ist sicher!!

 

Eindrücke bis jetzt...Wir haben für uns völlig neue Kontinente bereist, Afrika und Asien. Beides Länder, die es sich lohnt zu bereisen, besonders Sansibar ist zu einem unserer Lieblingsplätze geworden, sogar Pauline singt immer noch die Lieder von Sansibar!! Wir haben Armut gesehen gemischt mit fröhlichen Kinderaugen, Puderzucker weiße Sandstrände mit türkisblauen Wasser, ein Genuss für die Sinneseindrücke. Wir konnten tolle Tiere erleben, gute Projekte kennen lernen und auch spezielle kulturelle Eindrücke erleben wie hier in Thailand. Menschen die immer lachen, Gebetstempel mit interessantem Aberglaube dahinter,  Straßen die extrem laut sind und Shopping Center wie es in Deutschland undenkbar ist. Fantastische Erlebnisse für die Genusswelt, es gibt viele Köstlichkeiten, die Deutschland nicht zu bieten hat ;-) gerade was Obst angeht, wer mich kennt... ich liebe Obst!!

Wir haben nette Urlaubsbekanntschaften gemacht, interessante Geschichten gehört, konnten unsere Geschichte teilen. Wir erleben in einem hohen Maß Kinderfreundlichkeit. Es wird überall gelacht wenn Kinder in der Nähe sind, sie werden nicht als Störfaktor angesehen. Und wir erfahren überall Freundlichkeit, egal wo man sich aufhält im Shoppingcenter, im Hotel, im Restaurant, im Kinderclub, beim Arzt, am Flughafen...egal wo, wir werden mit einem Lächeln empfangen, das macht jeden einzelnen Tag fröhlicher.

 

Unheimlich viele Eindrücke, die man gar nicht alle in Worte fassen kann...Die strahlenden Kinderaugen auf Sansibar, als wir Kleinigkeiten wie Kuscheltiere oder Luftballons geschenkt haben, die Gastfreundlichkeit und Servicegedanke bei nahezu allen, das unglaublich Laute und schrille Thailand oder auch die einfachen Lebensverhältnisse der Leute, die teilweise unter Ihrem Marktstand schlafen und nichts weiter haben.

Eine Auswanderung ist definitiv sicherlich nochmal was anderes und mit einer Weltreise nicht zu vergleichen, da ein Großteil der Alltagssorgen bei einer Reise so gar nicht auftreten. Das hier und jetzt ist so für einen gewissen Zeitraum möglich, aber nicht ein Leben lang.

 

Etwas was ich mit euch teilen möchte... HEIMWEH


Ich habe es kennen gelernt. Es fing mit einem Besuch meiner wunderbaren  Schwiegerama auf Sansibar an. Sie besuchte uns für zwei Wochen und es tat schon gleich so gut als sie ankam. Jemand in die Arme schließen, den man gern hat, Gespräche ohne jegliche Tabus und Zeit gemeinsam.

Aber auch diese zwei Wochen hatten ein Ende und da überkam es mich dann auch. Morgens brachten wir Bastis Mum zum Taxi und ich wusste gar nicht was geschieht. Der Weg war ca. 5 Minuten vom Zimmer bis zum Taxi und ich weinte ohne ein Ende zu finden. Jeder kennt das, beim Abschied kommen einem schon mal die Tränen, manchmal kann man sie unterdrücken bis der jenige weg ist, um den Abschied nicht so schwer zu machen.

Aber je mehr ich schluckte und versucht es zu verdrängen, desto mehr weinte ich. Den ganzen Weg über.... als sie mich in die Arme schloss war es dann ganz um mich geschehen. Sie sagte mir leise ins Ohr, warum hört ihr denn dann nicht auf? Nein, sagte ich, es ist nur der Moment der weh tut, die Reise ist wunderbar.

Ich weinte eine lange Zeit nachdem sie weg war immer noch ununterbrochen, es war nicht aufzuhalten.
Heimweh tut weh, sehr sogar und es ist mit nichts vergleichbar, aber es vergeht auch!! Und es ist gut dieses Gefühl kennen gelernt zu haben, denn so weiß ich wo ich hin gehöre :-) Es ist nur schwer in Worte zu fassen...
Zwischendurch gibt es Momente wo ich meine Familie, besonders meine liebste Schwester Franzi, sehr vermisse, dann kommen auch mal die Tränen, aber lediglich für einen kurzen Moment, der sich genau so richtig anfühlt.

 

Morgen erkunden wir noch einmal Bangkok für 3 Tage und dann sitzen wir im Flieger.....

 

Ihr lieben wir kommen :-) und wir freuen uns riesig doll auf euch!!!

 

Der Mensch bereist die Welt auf der Suche nach dem,

was ihm fehlt.

Und er kehrt nach Hause zurück,

um es zu finden.

 

George Moore


geschrieben von:

 

Sandra Kroll und meinem wunderbaren Ehemann ;-)

Weltreisende / Sandburgenbauerin / Bloggerin auf beachlifestyle.de


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Kommentare: 6
  • #1

    Uli (Mittwoch, 25 Mai 2016 17:24)

    Der Abschnitt über Heimweh hat mich zu Tränen gerührt :-(

  • #2

    Sandra von Beachlifestyle (Mittwoch, 25 Mai 2016 17:37)

    Das war auch sehr Tränenreich, noch nie musste ich so weinen!!

  • #3

    franzi (Mittwoch, 25 Mai 2016 18:48)

    Nu sitze ich hier und heule

  • #4

    simone (Donnerstag, 26 Mai 2016 00:58)

    Puhh....erstmal durchatmen...

  • #5

    Sandra von beachlifestyle (Donnerstag, 26 Mai 2016 02:11)

    Bald nehmen wir uns in den Arm und heulen mal wieder kräftig gemeinsam

  • #6

    Bianca (Samstag, 28 Mai 2016 18:50)

    Ja, der Abschnitt über dein Heimweh, war am "Schlimmsten"....
    Aber alles toll von euch geschrieben.