Spaß, Abenteuer und Me(e)hr...

In den letzten Wochen haben wir nicht nur faul auf der Haut gelegen. Wir haben auch die Insel Sansibar ein wenig erkundet und tolle Abenteuer erlebt. Viel Spaß beim lesen und Tipps holen!!

 

 

Friseur

 

Angefangen haben wir mit einem Friseurbesuch. Ich wage es hier lieber nicht mit meinen dünnen, blonden Haaren. Aber Basti hat seit über 29 Jahren, das erste Mal einen anderen Friseur als seine Mama, ausprobiert. Joa so dann auch das Ergebnis. Alles insgesamt ziemlich kurz!!!

 

Friseurläden gibt es hier wirklich viele. Verschieden Frisuren wie Rasta Zöpfe werden hier oft gesehen und auch von den Einheimischen gern getragen. Wahnsinn was es alles für Varianten gibt. Für Rasta`s war Bastis Haar zu kurz ;-)

So hat er sich dafür entschieden, sie einfach kürzer zu machen. Er erklärte dem Meister dies kurzer Hand und man hatte das Gefühl, er verstand alles. Das war aber nur unser Gefühl...Er setzte die Maschine an und schon war alles kurz, ziemlich kurz.

 

Ungewohnt, aber gut, finde ich. Basti findet es gewöhnungsbedürftig.

 

Pauline hat sich pudelwohl gefühlt im Friseursalon. Die Drehstühle, die fast auseinander fliegen, wurden getestet und auch der super coole Besen kam zum Einsatz. 5 Euro hat das Ganze gekostet.

 

 

Mbarika Massage

 

Weiter wollten wir Massagen ausprobieren und haben uns für eine Mbarika Leaves Massage entscheiden. Diese wird mit der Mbarika Pflanze gemacht, die frisch vorab vom Baum gepflückt wird. Duftend nach Wiese und Brennnesselduft wurde diese in kochend heißes Wasser getränkt und sofort auf den Körper gedrückt. Ich war erst total erschrocken als ich hörte, dass das Wasser immer wieder aufgekocht wird, aber es ist sehr angenehm. Schon ziemlich warm, aber durchaus wirksam. Die Blätter wurden immer wieder erneut in das heiße Wasser getränkt und verteilten ihren wunderbaren Duft auf dem Körper und in dem Raum. Nach ca. 10 Minuten wurden alle Blätter entfernt und man bekommt eine ordentliche Massage. Sehr entspannend und mit viel Kraft. Sogar der Kopf bleibt nicht aus und das Haar wird am Ende sorgfältig gekämmt.

 

 

 

Schule

 

Wir durften einen kurzen Augenblick in eine Schulklasse rein schauen. Dies war gar nicht so einfach. Erstmal mussten wir ein paar Fragen beantworten. Unter anderem wo wir her kommen, wer wir sind und was wir hier machen...

Dann nahm der Direktor uns mit. Ein sehr mürrischer Mann. Er zeigte uns eine Art Vorschulklasse, so würde ich es sagen. Kinder von 5-8 Jahren waren in der Klasse. Die Lehrerin oder Aufseherin saß draußen auf der Treppe. Als wir kamen ging sie rein und bat, in einem rauen Ton, dass sich all hin setzen. Die Mädchen saßen alle zusammen auf einer Seite und die Jungs auf er anderen. Sie wusselten alle etwas durch einander und freuten sich über den Besuch. Der Direktor sprach ebenfalls das sich alle setzen und dann saßen auch alle. Er erzählte ihnen von uns und ihre Augen strahlten.

Sie zeigten uns was sie können. Ein englisches Lied, so hat er es genannt. Alle sagten sich gegenseitig in einem singenden Ton "Hello", zuckersüß. Wir applaudierten und freuten uns einen kleinen Augenblick mit ihnen erleben zu können.

 

Der Raum in dem die Kinder unterrichtet werden ist ca. 25qm groß mit ca. 60 Kindern drin. Ein langes, sehr zerfallenes Steingebäude, in Form eines U`s. Eine Schulklasse ist neben der anderen, etws 20 Räume. Einen Eingang gibt es für jeden Raum extra, jedoch keine Türen. Die Kinder sitzen auf dem Boden. An der Wand hängt eine Tafel. Mittags dürfen die Kinder nach Hause oder zu den vorgesehen Trinkstationen um Wasser zu trinken. Alle tragen Schuluniformen.

Die Mädchen mit langen Röcken und Kopftücher,die Jungs Hosen und Shirt. Nachdem wir wieder aus dem Raum raus gingen, setze sich die Lehrerin auch wieder vor den Raum auf die Treppe, wo auch ein langer Stock neben ihr stand.

 

 

Stone Town

 

Eine klasse Erfahrung, die sich keiner entgehen lassen sollte, der die Insel besucht. Wir sind von Paje aus ca. 1 Stunden mit dem Taxi gefahren, für 30 Dollar. Wir freuten uns sehr auf den großen Markt, einfach ein wenig schlendern. Zu unserem Glück ist Pauline am Ende der Taxifahrt eingeschlafen und die erste Stunde gingen wir mit Bauchgurt über den großen und verrückten Markt. Was hier normal ist, wirkt auf uns schrill, laut, durcheinander, bunt und fröhlich. Die Leute verdienen dort ihr Geld und treffen sich und verbringen gefühlt ihren Tag auf diesem Markt. Es war ein tolles Gefühl, dort gewesen zu sein.

 

Alle Menschen dir wir getroffen haben waren freundlich, gut gelaunt und hatten Spaß bei dem was sie tun. Der Markt bietet Unmengen an Obst und Gemüse an. Mangos, Bananen, Passionsfrucht, Papaya, Litschis, Kokosnuss.

Orangen werden frisch geschält und verteilen einen herrlichen Duft.

Endlich haben wir auch Äpfel für Pauline gefunden. Sie knabberte genüsslich eine weitere Stunde an ihrem Apfel rum. Wir konnten also ausgiebig uns allen Eindrücken widmen.

 

Bananen gibt es in den verschiedensten Farben und Formen. Von kleinen Babybananen bis zu riesen großen Bananen, bis hin zu komplett roten. Diese schmecken so unglaublich fruchtig und süß, eine wahre Freude für die Geschmackswelt.

Gemüse gibt es Gurken, Möhren, Tomaten, Paprika, Zwiebeln, Kartoffeln und Zucchini.

 

Weiterhin gibt es unzählige Stände mit Gewürzen. Curry gibt es gelben und roten, Zimtstangen, frische Vanille, schwarzen Pfeffer, Muskatnuss , Chilis und vieles mehr... Ein Duft der sich über den Markt ausbreitet.

Fleisch und Fisch wird offen angeboten, kein schöner Geruch, aber es gehört hier eben dazu. Die Hühner kann man sich lebend aussuchen.

 

Ein Stück weiter gab es dann jede Menge bunte Eindrücke. Viele verschieden Farben sahen wir und erblickten dann die vielen bunten Stoffe, die die Frauen für ihre Kopftücher benutzen. Und auch die Massai als Gewand. Ein schönes Bild, denn das ist es was Sansibar so bunt und farbenfroh aussehen lässt. Es gab auch Stände mit Klamotten, ganz unterschiedlich, manche ganz ordentlich an Bügeln, andere sahen aus als hätte man einen Container Sachen hin geworfen.

Kosmetik gibt es auch. Diese liegt, wie alles andere, in der knall heißen Sonne und wartet auf einen Besitzer.

Ein absolutes verrücktes Bild für uns.

 

Probiert haben wir köstlich scharfe Chickenspieße und einen Zuckerrohrsaft, frisch gepresst. Unglaulich erfrischend und süß. Ein tolles Erfrischungsgetränk für den Sommer, genau das richtige für hier. Es kostet alles nur sehr wenig Geld. Zwischen 20 Cent und einem Euro.

 

Es ist wirklich sehr laut und voll auf diesen Markt, aber zu keiner Zeit hatte Pauline Angst. Es ist einfach eine fröhliche Stimmung zu spüren. Die Menschen freuen sich ein kleines weißes Mädchen zu sehen und winken und rufen heiter JAMBO!!!

Zum handeln hat uns entweder das Geschick gefehlt oder es ist nicht möglich. Vielleicht läss unsere Hautfarbe auch erkennen das wir Ausländer sind ;-) Nur zweimal gelang es uns etwas zu handeln. Dies ging an vereinzelten Marktständen, die wir unterwegs angefahren sind, deutlich besser. Unser Einkauf bestand aus Kokosnüssen, Mangos, roten Bananen und einer riesen Banane, Möhren, Äpfel, Gwürze und ein paar Süßigkeiten für die Familie zu Hause. Probieren darf man übrigens alles wenn man fragt.

 

Ein toller Tag mit bunten, verrückten und geschmackvollen Ereignissen.

 

 

 

 

Schmetterlingspark

 

Wir fuhren auf dem Rückweg noch am Schmetterlingspark vorbei. Dieser ist klein, aber die Geschichte dahinter toll. Ein Mann kaufte dieses Stück und ließ einen Schmetterlingspark heranwachsen. Gedacht um Arbeitsplätze für die Einheimischen zu schaffen und auch damit sie weiter über die Jahre Geld verdienen können. Sie bringen die Puppen der Schmetterlinge in die Farm und bekommen dafür Geld. Unterschiedlich wieviel, es kommt auf die Art an.

Ein tolles Projekt, der Eintritt kostet 5 Euro.

 

Die Besucher bekommen eine gute Erklärung und man darf die Raupen auch auf den Arm setzen. Dies kitzelt total, schön für Kinder. Es wird mit Bildern erklärt und auch praktisch gezeigt. Durch den kleinen, aber schön angelegten Park spaziert man allein und kann sich die Schönheit der Tiere ansehen. Pauline durfte sich sogar einen Schmetterling auf den Bauch setzen. Ein tolles Gefühl für sie.

 

 

 

Schildkröten Aquarium

 

Hier haben wir Pauline`s 2. Geburtstag gefeiert. Vom Hilton Hotel in Nungwi sind es ca. 10 Gehminuten am Strand. Eine kleine Aufzuchtstation für Schildkröten, um ihr Leben auf Sansibar zu erhalten. Die kleinen Schildkröten werden nach ihrem schlüpfen dort groß gezogen bis sie ins offene Meer gebracht werden. Auch eine Krankenstation für die kleinen gibt es (siehe Foto re.), da viele von ihnen Entzündungen haben. Jede kranke Schildkröte wird in einer großen Schüssel behandelt. Es gibt ein Becken mit Babys, wo ca. 50 Baby Schildkröten schwimmen und eins wo die etwas größeren hinkommen. Die Großen sind dann im offenen Gewässer und sind dort auch nochmal nach Alter eingeteilt und durch Netze getrennt. Sie wirken friedlich so wie sie leben. Zweimal täglich wird das Wasser von den Schildkröten, die im Becken sind, gesäubert.

Zu fressen gibt es von den Besuchern frisches Seegras, dabei kann man die Schildkröten auch anfassen. Viele Informationen über verschiedene Schildkröten Arten gibt es und über ihre Lebensweise.

Die größte Schildkröte die wir dort gesehen haben war ca. 80cm, die kleinste grad mal 8cm.

 

Weiter gibt es dort Skelette von Walen zu sehen und zwei Krokodile. Diese sind eingesperrt und nicht wirklich Artgerecht gehalten. Sie sind aber auch nur ein paar Monate da.

 

 

 Luftballons verschenken

 

Von Pauline`s Geburtstag waren noch Luftballons über. Da wir sie beim Umzug ins nächste Hotel nicht mit nehmen konnten, beschlossen wir sie den Kindern zu schenken. Wir nahmen die Ballons und schauten im Ort nach den Kids. Und nach ein paar Minuten kamen sie auch schon angerannt. Den Mund weit aufgerissen, strahlende dunkle Augen, die Arme nach vorn gestreckt als hielten sie die Ballons schon fest. Ein unglaubliches Bild. Sie nahmen sie an sich und rannten zurück. Das ist wirklich wahre Kinderfreude. Da zereist es einem schon das Herz, wenn nicht jeder einen bekommt. Aber wir können die Welt nicht retten, vielleicht ein wenig schöner gestalten für uns, aber nicht retten. Der Augenblick war unvergesslich. Nun schauen wir was wir von Pauline hier lassen können, um ein wenig Freude zu bereiten.

 

 

 

Jozani Forest

 

Den Affen Nationalpark konnten wir uns nicht entgehen lassen. Zumal wir im Spice Island Hotel direkt welche auf dem Grundstück hatten und sie so fazinierend sind. Also machten wir uns vom Spice Island mit dem Taxi auf den Weg, ca. 15Min. Fahrt und ca. 10 $ Taxikosten. Wir haben mit Taxifahrt nach Kiwengwa sowie Eintritt und Führung insgesamt 40 € gezahlt, Kleinkinder sind in der Regel frei. Dort gab es keine Informationen vorab, sondern es ging direkt los in den Park. Viele Bäume und kleine Wege gab es zu durch queren und nach ein paar Minuten waren auch schon die ersten Affen da. Klasse, wir haben direkt kleine Babys gesehen. Wirklich toll.

Ein Guide führt einen durch die Wälder. Trotzdem darfst du so lang wie du magst die Affen beobachten, Fotos machen und Fragen stellen. Berühren darf man die Affen nicht, da manche Bakterien haben. Aber man kann sehr nah ran gehen um einen guten Schnappschuss zu erzielen. Das jagen der Affen hat Pauline am meisten Spaß gemacht. Sehr süß auch die Mamas wenn die Babys noch an ihren Bäuchen hängen. Ein herrliches Erlebnis zu beobachten wie ähnlich sie uns sind.

 

Wir hatten Glück eine Affenbande zu erwischen, die gerade Vollgegessen war, sie waren zu faul um sich zu bewegen und wir hatten genug Zeit, Fotos zu machen und sie zu bewundern. Unbedingt, wenn es planbar ist, einen kühleren Tag wählen. Eine unglaublich hohe Luftfeuchtigkeit macht die 2-3 Stunden Führung sonst zur Qual. Trinken und Mückenschutzspray nicht vergessen. Man hat dann noch die Wahl in die Mangroven weiter zu fahren, ca. 3 Min. Fahrt, Kosten fallen keine zusätzlich an. Wir haben uns dafür entschieden, eine endlos lange Holzbrücke führt einen durch den tiefsten Dschungel. Unglaubliche Bäume und Gewässer gibt es dort zu sehen. Die Brücke ist nicht an allen Stellen ganz, aber das macht den Weg um so interessanter. Ca. 15 Min. dauert diese Führung. Und das sind 15 Min. wie im tiefsten Dschungel. Wer möchte kann noch auf eine weitere Schildkröten Farm oder anschließend in den Schmetterlingspark. Alles befindet sich in unmittelbarer Nähe und lässt sich super kombinieren. Auf dem Weiterweg nach Kiwengwa fuhren wir an Ortschaften vorbei und den Spice Feldern und Reisfeldern, wo die Frauen fleißig mit ihren Händen ernteten. Ein schönes Bild, bunt mit den farbigen Kopftüchern und so ruhig und entspannt.

 

 

 

Hut aus Palmenblättern flechten

 

Im Hilton Hotel durften wir gemeinsam mit den Hotelangestellten einen Hut für Pauline aus Palmenblättern flechten. Dies erfordert lediglich etwas Geschick und einen Einheimischen, der dir von den Palmen die Blätter runter holt ;-)

Wir hatten Glück, das dies ein Hotelangestellter für uns tat und uns von einer ca. 10m hohen Palme die Blätter runter holte und uns mit viel Geduld die Flechttechnik beigebracht hat. Auch Pauline konnte etwas helfen.

Am Strand ein paar Tage später flechtete uns, ein kleines afrikanisches Mädchen, für jeden ein Armband. Sie erzählte uns das wir es auf keinen Fall im Pool anhaben dürfen. Sie sah so glücklich aus bei ihrer "Arbeit" und wollte uns allen einfach nur eine riesen Freude machen. Ich muss sagen, mit nur einem Armband hat sie das geschafft. Wir freuten uns mehr als über jedes andere materielle Geschenk. Ihre Mühe und ihre Gutmütigkeit ließen unsere Herzen lachen.

 

Danke dir fröhliche Nadiya

 

 

 

Nun wünschen wir euch viel Spaß bei eurer Reise

auf die schöne und abwechslungsreiche Insel.

 


geschrieben von:

 

Sandra Kroll

Weltreisende / Sandburgenbauerin / Bloggerin auf beachlifestyle.de


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Kommentare: 2
  • #1

    Franzi (Montag, 22 Februar 2016 13:37)

    Wow, was für tolle Eindrücke + Bilder von euch dreien!!!!! Hab euch sooo lieb und freu mich schon über den nächsten Blog, immer wieder schön von euch zu lesen . Tausend Küsse

  • #2

    Sandra von Beachlifestyle.de (Donnerstag, 25 Februar 2016 09:04)

    Danke mein Schatz....Schön, dass Ihr immer an uns denkt! Wir haben euch lieb.