Abschiedsfest und Co

Wo soll ich anfangen...?

 

Am besten beim Umzug. Alles ging recht schnell, wir hatten unsere Wohnung im Frühjahr zum Verkauf angeboten. Im Herbst kam ein netter Käufer und sagte, ohne viel nachzudenken, die nehme ich! Damit war klar , das Projekt startet.

Wir hatten einen Umzug vor uns, jedoch musste nicht nur gepackt, sondern auch viel entrümpelt werden. Die Kosten für ein Lageplatz für unsere Möbel wollten wir uns sparen, deshalb wurde viel verkauft. Der Umzug fiel trotzdem größer aus als gedacht. Unsere fleißigen Helfer Roland (Schwiegerpapa), Franzi und Stephan (Schwester und Schwager) hatten jede Menge zu tun.

Bis zum späten Abend wurde geschleppt und geputzt. Dazu muss man sagen das wir keine Experten sind, was umziehen angeht, alles läuft etwas chaotisch ab an solchen Tagen ;-)

 

Nachdem die Hürde gemeistert war, und alle Möbel bei Basti`s Eltern auf dem Dachboden eingelagert wurden, zogen wir erstmal zu meinen Eltern. Zwei Wochen lebten wir da aus Koffern und Kisten. Dann zogen wir zu Basti`s Eltern. Alle genossen noch einmal die ausgiebige Zeit mit der kleinen Pauline. Wir dagegen hatten jeden Abend weiter viel zu tun, Koffer packen... ein und aus... gefühlte 100 Mal, tatsächlich wohl so 15 Mal... bis endlich das Gewicht stimmte. Die restlichen Unterlagen fertig stellen (Vollmachten ausstellen und besprechen, Visa beantragen etc.) und ein wenig nach den Routen schauen. Ich muss sagen nach zwei Wochen aus Koffern leben und hin und her ziehen, war ich ganz schön genervt. Wir wollten einfach nur noch los, alles war jetzt fertig geplant und man wartete nur noch die Zeit ab. Es ist gut, wenn dann der Abschied naht und auch der erledigt ist, denn den schiebt man auch ganz schön vor sich her.

 

Wir haben versucht uns immer wieder Zeit für letzte Treffen mit der Familie und Freunden zu nehmen. Es war nicht so leicht da auch noch Weihnachten und Silvester vor der Tür stand, aber wir haben unser bestmögliches gegeben. Es fühlte sich immer so an als würde man sich das letzte Mal in die Arme schließen. Öfter als gedacht liefen mir schon zu Hause die Tränen, wenn ich nur dran dachte, bald allen Tschüss zu sagen, besonders meiner Schwester. Basti sah das zu dem Zeitpunkt noch etwas entspannter, aber auch er hatte keine Chance mehr bei der Abschiedsfeier.

 

Es gab ein großes Treffen mit allen Geschwistern und Enkelkindern für meinen Papa. Ein wirklich gelungener Tag im Spieleparadies mit anschließendem Hamburgeressen und einer Menge Spaß.

Basti´s Eltern haben eine Abschiedsfeier geplant für uns, mit sämtlicher Verwandtschaft und Freunden. Es gab leckeres Essen, große Wiedersehensfreude und schöne Momente mit tollen Gesprächen.

Da gab es dann auch schon die ersten Abschiedsgeschenke. Bücher zum schmökern, Reiseführer und nette Worte die wir mit auf unseren Weg nehmen.

An Weihnachten sieht man meist eh die ganze Familie und Silvester haben wir es einfach nur ruhig angehen lassen.

Am Ende gab es ein großes Abschiedsfrühstück mit allen. Das hatten wir einen Tag vor Abreise geplant. Es war einfach nur fantastisch. Wenn ihr so etwas plant, nehmt euch unbedingt eine Location dafür, so hat man Zeit mit allen zu plaudern. Uns blieb sowie so nichts anderes mehr übrig, da wir ja nicht einmal mehr eine Wohnung hatten :-)

Abschied mit allen tut gut, ist zwar traurig, aber man hat das Gefühl abzuschließen und sich voll und ganz auf das Abenteuer einlassen zu können, ohne das man etwas oder jemanden vergessen hat.

 

Wir haben ein paar Abschiedsgeschenke vorbereitet für unsere Lieben( zum Inhalt wird noch nichts verraten). Unsere Lieben dürfen die Geschenke aufmachen, wenn sie uns mal ganz Doll vermissen und eine Aufmunterung brauchen ;-)

Wenn alle geöffnet sind, erfahrt ihr mehr, also dran bleiben!!

 

 

 

 

Für uns gab es natürlich auch ein paar Kleinigkeiten, nichts Schweres, Gott sei dank, hatten ja eh schon viel zu viel mit.

Dabei waren Reisetagebücher, Nackenkissen, Fotoalbum, ein paar liebe Worte, ein Känguru für Pauline (weil sie durch die Welt hüpft) und eine total coole Polaroid Kamera. Diese ist gelb mit weißen Punkten, echt abgefahren. Aber das gute Stück gab es nicht nur so, viele Aufgaben sind damit verbunden. 

 

 

Hier erfahrt ihr in ein paar Tagen erst genaueres und vielleicht gibt es dann auch schon das erste Fotos dazu.

Nach vielen netten und lustigen Gesprächen blieb der Abschied nicht aus. Viele Tränen flossen. Es tut gut zu sehen das es dem gegenüber genau so geht wie einem selbst. So merkt man wie wichtig wir uns doch sind.

 

Am nächsten Tag ging es los Richtung Düsseldorf. Wir konnten die Strecke bis Frankfurt gut aufteilen, da wir Verwandte in Düsseldorf haben. Wir sind Abends los gefahren, damit Pauline im Auto schlafen kann. Bei Oma und Opa angekommen konnte sie dann schnell weiter schlafen. Am nächsten morgen gab es noch ein gemeinsames leckeres Frühstück und zum Mittagschlaf ging die Fahrt weiter nach Frankfurt. Pünktlich zum Abschluss erlebten wir dann noch kurz Schnee, Pauline war hoch erfreut und probierte ihn erstmal.

 

 

Ich muss sagen, dass lange Autofahrten mit einem zweijährigen Kind am besten zu erledigen sind wenn sie schlafen. Sie sind noch zu klein, um stundenlang wach im Auto zu sitzen. 

Wichtig ist es dem Kind Aufmerksamkeit zu schenken. Sie müssen alle Strapazen mitmachen, weil ihr es wollt, also gilt es für uns: Pauline bekommt unsere volle Aufmerksamkeit. Die Fahrten und auch die Flüge laufen bei uns fast problemlos ab. Wenn ihr entspannt seid, sind es die Kinder auch. Bei uns wird genascht, ohne Ende gespielt, getobt, im Arm geschlafen, kleine Geschenke gibt es, geschmust, gemalt, gelaufen....alles was euch einfällt und eurem Kind Freude bereitet einfach machen. Und wenn ihr nicht mehr könnt ist euer Partner dran.

 

In Frankfurt angekommen ging es direkt in den Pool (wir empfehlen das Steigenberger Airport Hotel), ein wenig einstimmen auf die nächsten Wochen. Es tat gut in Frankfurt zu sein. Wir wussten alles ist erledigt und wir haben endlich ein wenig Zeit nur für uns. Die Aufregung war riesen groß und wir freuten uns wahnsinnig auf unser Abenteuer. Es wurde nochmal telefoniert mit der Familie und dann war endgültig Schluss, wir sind ja schließlich nicht aus der Welt.

 

 

 

Die Welt ist ein Buch.

Wer nie reist,

sieht nur eine Seite davon.

(Augustinus)

 

 


geschrieben von:

 

Sandra Kroll

Weltreisende / Sandburgenbauerin / Bloggerin auf beachlifestyle.de

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Kommentare: 3
  • #1

    Antje (Sonntag, 24 Januar 2016 10:55)

    Ich find es schön zu sehen das ihr euch so gut auf eure Reise vorbereitet habt...eigentlich kann dann doch alles nur wirklich gut gehen...ich zumindest wünsche es euch von Herzen...es macht Spaß euren Blog zu lesen und euch somit auch ein Stück zu verfolgen, auf eurem neuen Weg...

  • #2

    Andrea (Oma Drea) :-) (Sonntag, 24 Januar 2016 15:35)

    Euren Blog finde ich super. Sehr informativ und interessant, man nimmt an eurem Leben teil.
    Bei den Bildern bekommt man Sehnsucht, einfach toll. Freue mich weiter von euch zu hören und
    bin weiterhin gespannt, was noch kommt.

  • #3

    Sandra (Montag, 25 Januar 2016 18:42)

    Lieben Dank für eure Worte....
    Dann machen wir einfach weiter so