Planung der Weltreise


Die Planung der Weltreise ist eine Sache für sich…Vorweg lässt sich auf jeden Fall sagen, dass wir es uns leichter vorgestellt haben, als es tatsächlich ist.

Zum Glück haben wir dies relativ früh gemerkt, weshalb wir die Anfangsplanung über Bord geworfen haben und uns intensiver mit dem Thema befasst haben. Nach nun gut 2 Monaten Planungszeitraum lässt sich sagen, dass teilweise die Lust fehlt, nach irgendwas im Internet zu suchen.

Das liegt aber auch vielleicht daran, dass eine Reise mit kleinem Kind anders zu planen ist, als wenn es nur mit dem Rucksack alleine losgeht. Wenn dann noch ein Umzug, eine Hochzeit in der Familie nebenbei noch die alltägliche Arbeit dazukommt, kann es schon mal leicht stressig werden.

Jetzt liegen noch ein paar Tage vor uns und dann können wir hoffentlich sagen, dass sich die etwas intensivere Planungsphase gelohnt hat.

Da wir schon ein bisschen was von der Welt gesehen haben, gab es natürlich unterschiedliche Vorstellungen zu den Zielen. Mehr dazu findet Ihr unter Route.

Nachdem die Ziele geklärt waren, kam die eigentliche Arbeit und natürlich auch diverse Fragen

 

 Wie sieht es mit den Einreise- und Visabestimmungen aus?

 

Die erste Anlaufstelle sollte definitiv die Seite des Auswärtigen Amts sein. Hier bekommt ihr nach der Eingabe des gewünschten Reiselandes die wichtigsten Informationen sehr übersichtlich dargestellt. Bei weiteren offenen Fragen waren die zuständigen Botschaften in Deutschland ebenfalls sehr bemüht, uns weiterzuhelfen. Und auch Erfahrungsberichte von anderen Reisenden waren hilfreich und haben uns manchmal auf Dinge hingewiesen, die wir auch den „Behördenseiten“ als nicht so wichtig angesehen haben oder sogar gar nicht gesehen haben.

 

Direktflug vom vorherigen Ziel möglich?

 

Für uns ist es wichtig, die Reise so unkompliziert wie möglich zu machen und die Reisezeit zwischen den Unterkünften so kurz wie möglich zu halten. Auch deshalb haben wir in der Planung berücksichtigt, dass der nächste Stop unserer Reise sehr gut zu erreichen ist. Auch wenn dies teilweise mit erhöhten Kosten zu tun hat, haben wir uns klar für die kürzeren, davor meist teureren Routen entschieden.

 

Wann ist die beste Reisezeit?

 

Diesen Punkt haben wir bei unserer Anfangsplanung etwas vernachlässigt, weshalb wir nach kurzer Zeit die Planung anders angegangen sind. Da es neben den Jahreszeiten auch Regenzeiten und Windphasen gibt, hatten wir gefühlt für die erste Jahreshälfte zig Ziele, während es bei der zweiten Jahreshälfte( zumindest bis zum November hin) eher mau aussah.

 

Ist ein längerer Aufenthalt im Bugdet?

 

Direkt bei der Routenplanung war für uns klar, dass wir keine klassische Backpackertour oder Hostelreise wollen. Einmal, weil wir beide es vom Typ her nicht sind und zweitens, weil wir ein Kind dabei haben! Somit haben wir uns zwar ein monatliches Budget für die Unterkunft gesetzt, allerdings ist dies für uns auch nur ein ungefährer Wert. Wenn uns etwas gefällt, buchen wir es, auch wenn es dann mal etwas mehr kostet.

 

Gibt es vor Ort besonderes zu beachten?

 

Einen Teil der Informationen, welche Dinge es vor Ort zu beachten gibt, findet man ebenfalls in den Informationen vom Auswärtigen Amt. Hier ging es für uns eher um Details, z.B. wie die Versorgung aussieht, wenn man nur eine Unterkunft mit Frühstück hat oder aber die Möglichkeit des Geldabhebens.  Also eher die Dinge, die das alltägliche Leben betreffen

 

Sollen wir bereits komplett die Flüge und Unterkünfte buchen?

 

Wir haben uns für ein Jein entschieden. Dies liegt daran, dass wir eine gewisse Planungssicherheit haben möchten und unser Zeitplan soweit feststeht. Dementsprechend haben wir die ersten 4 Unterkünfte bereits komplett gebucht. Zum Ende eines jeden Aufenthalts in einem Land haben wir uns einen Puffer von zwei Wochen eingebaut, um eine gewisse Flexibilität zu haben. Auch wenn ein minimales Risiko besteht, dass uns die Unterkunft oder der Ort gar nicht gefällt, haben wir uns dafür entschieden. Und falls es mal komplett anders kommen sollte und wir sehr unzufrieden sind, lernen wir aus der Erfahrung und starten früher zum nächsten Ziel. Während man bei den Unterkünften relativ frei agieren kann, ist dies bei den Flügen schon anders. Dies liegt einfach daran, dass einige Länder ein Rückreise- oder Weiterflugticket verlangen. Somit bleibt auch in dem Fall nichts anderes übrig, die Flüge vorab zu buchen und bei einer Planungsänderung die Umbuchungs- oder Stornierungskosten tragen zu müssen.


 Wie sieht es mit der Wohnung/Haus und dem Auto in Deutschland aus?


Der größte und wichtigste Posten der monatlichen Ausgaben ist wohl bei nahezu jedem die Wohnung oder das Haus. Eine Vermietung unserer Wohnung kam für uns nie in Frage und vor dem Hintergrund der stark gestiegenen Immobilienpreise stand schnell fest, dass wir einen Verkauf anstreben. Auch um unser Auto müssten wir uns nicht kümmern,  da wir einen Firmenwagen hatten.


Und wie sieht es mit sonstigen Verträgen aus?


Da ich nahezu grundsätzlich alle abgeschlossenen Verträge nach einigen Monaten wieder kündige, gab es auch hier keinen großen Aufwand. Den Grund dafür liefern ja leider die Firmen selbst, die Neukunden oder Kunden, die kündigungsbereit sind, gerne bessere Konditionen zur Verfügung stellen, als alten Bestandskunden. Da einige Versicherungen unabdingbar sind, werden diese von uns natürlich fortgeführt


Welche Versicherungen sind wichtig?


Neben der privaten Krankenversicherung sind meiner Meinung nach eine Risikolebensversicherung, eine Haftpflichtversicherung sowie auch eine Rechtsschutzversicherung mehr als sinnvoll. Wichtig ist hier, dass ihr unbedingt klärt, ob ein Versicherungsschutz trotz der langen Reise besteht.


geschrieben von:

 

Sebastian Kroll

Weltreisender / Kitesurfen / Blogger auf beachlifestyle.de

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